Archiv für 11. Juni 2010

Anfrage: 2010-06-06 A007

Veröffentlicht: 11. Juni 2010 in Übersicht
Schlagwörter:

Email von T.K.
Gesendet: Sonntag, 6. Juni 2010 22:46
An: olaf.scholz@hamburg.de
Betreff: http://www.bilderbergmeetings.org/meeting_2010_2.html

Sehr geehrter Herr Scholz,

Auf der erstmalig scheinbar offiziell veröffentlichen Bilderberg Homepage sind Sie als einziger dt. Politiker aufgelistet. Können Sie bestätigen, daß die Bilderberg-Konferenzen nun nicht mehr verharmlost und verschwiegen werden, sondern halt einfach als Fakt hingestellt werden?

Immer mehr Bürger (und Blogger…) fragen sich natürlich, was besprechen (entscheiden?) denn diese Leute den auf solchen Treffen, es sind ja nun keine unbedeutenen Leute dort zusammen, sondern eben eine Gruppe von sehr sehr mächtigen (Millardären und Welt-Konzern-Lenkern) und mächtigen wie Konzernchefs und Medienbosse und hohe und ehemals hohe politische Funktionsträger.

Stimmt es, daß David Rockefeller und Henry Kissinger nicht vor Ort waren?

Stimmt es, daß es wie in einer hohen Loge eine Geheimhaltungsvereinbarung gibt?

Mit freundlichem Gruß,
T. K.

Sehr geehrter Herr K.,

vielen Dank für Ihre E-Mail an Olaf Scholz. Herr Scholz hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Herr Scholz hat wie auch andere europäische Sozialdemokraten an der diesjährigen Bilderberg Konferenz teilgenommen. Es handelte sich um einen Gedankenaustausch, bei dem eine Reihe von Themen zum Teil kontrovers diskutiert wurde. Beschlüsse werden auf diesen Tagungen nicht gefasst – auch in diesem Jahr nicht. Wir gehen davon aus, dass eine Themenübersicht demnächst im Internet unter der Ihnen schon bekannten Seite (www.bilderbergmeetings.org) verfügbar ist. Dort finden Sie schon die Themenfelder der vorangegangenen Konferenzen.

Mit freundlichen Grüßen

N. W. Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Anfrage: 2010-06-11 A006

Veröffentlicht: 11. Juni 2010 in Übersicht
Schlagwörter:

AJay hat gesagt…(ASR Kommentarbereich)

Auch ich habe bei der ARD nachgefragt warum sie nicht über das Bilderberger-Treffen berichten. Es ist wohl so, dass die Medien auf die Frage eine Standartantwort haben.
Hier die Antwort der ARD:

Vielen Dank für Ihre Mail.

Wie Sie sicher wissen, gestalten sich die Bilderberg-Konferenzen als drei Tage andauernde informelle Gespräche. Dabei werden vor allem Probleme der Weltwirtschaft und der internationalen Beziehungen besprochen. Die Gespräche münden jedoch nicht in eine Abschlusserklärung und werden auch nicht im Wortlaut veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund könnten wir lediglich berichten, dass eine Bilderberg-Konferenz stattgefunden hat – und ggf. mit welchen Teilnehmern. Die Ergebnisse jedoch liegen auch uns nicht vor. Da die ledigliche Vermeldung einer Konferenz keinen ausreichenden Nachrichtengehalt für eine Meldung innerhalb der Tagesschau darstellt, sehen wir von einer Berichterstattung über die Bilderberg-Konferenzen ab.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Hinrichs
Chefredakteur ARD-aktuell

Ich habe dann nochmals nachgehakt:
Sehr gehrter Herr Hinrichs,

woher wissen Sie denn, dass es keine Abschlusserklärung bzw. einen Beschluss gibt? Waren Sie Vorort und haben nachgefragt?
Haben Sie z.B. Olaf Scholz, Daimler-Chef Zetsche, Generalsekretär der NATO Solana oder Josef Ackermann befragt?
Haben die sich nur auf ein Kaffekränzchen getroffen auf Kosten des Steuerzahlers? Glauben Sie das? Glauben Sie wirklich es wäre nicht nötig die Bevölkerung über ein so brisantes Treffen zu informieren? Warum ist es geheim?
Oder müssen Sie darüber schweigen?

MfG

Ich warte immer noch auf die Antwort.

Anfrage: 2010-06-11 A005

Veröffentlicht: 11. Juni 2010 in Übersicht
Schlagwörter:

Jonas hat gesagt… (ASR Kommentarbereich)

ANTWORT DER ARD TAGESSCHAU AUF DIE FRAGE NACH DER BILDERBERG BERICHTERSTATTUNG:

Sehr geehrter XXX,vielen Dank für Ihre Mail.

Wie Sie sicher wissen, gestalten sich die Bilderberg-Konferenzen als drei Tage andauernde informelle Gespräche. Dabei werden vor allem Probleme der Weltwirtschaft und der internationalen Beziehungen besprochen. Die Gespräche münden jedoch nicht in eine Abschlusserklärung und werden auch nicht im Wortlaut veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund könnten wir lediglich berichten, dass eine Bilderberg-Konferenz stattgefunden hat – und ggf. mit welchen Teilnehmern. Die Ergebnisse jedoch liegen auch uns nicht vor. Da die ledigliche Vermeldung einer Konferenz keinen ausreichenden Nachrichtengehalt für eine Meldung innerhalb der Tagesschau darstellt, sehen wir von einer Berichterstattung über die Bilderberg-Konferenzen ab.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Hinrichs
Chefredakteur ARD-aktuell

Anfrage: 2010-06-11 A004

Veröffentlicht: 11. Juni 2010 in Übersicht
Schlagwörter:

tearsofallah hat gesagt…(im ASR Kommentarbereich)
mailantwort von „derStandard.at“ chefredakteur: hier die antowort,und dann die 2.auf mein 2.mail.viel spass!!!

Danke für Ihr Schreiben, danke, dass Sie sich diese Mühe gemacht haben. Die angesprochenen Treffen des Bilderberger-Kreises sind informeller Natur, es werden dort keine Beschlüsse oder ähnliche Abreden getroffen. Die Treffen dienen schlicht einem Meinungsaustausch. Es gibt daher auch nichts zu berichten, wenn man von Mutmaßungen und Unterstellung sowie Verschwörungstheorien – die ja bis zum Konstrukt einer geheimen Weltregierung reichen – absieht. Unser Geschäft sind freilich Fakten, daran halten wir uns unbedingt.
Woran wir uns noch halten: Wer Interessantes zu sagen hat, den bitten wir zum Interview – und so erfahren Standard-Leser authentisch, was Vordenker (ob sie nun bei einem solchen Treffen waren oder nicht) bewegt. Die Wahrheit ist konkret, das muss die Richtlinie im Journalismus sein.

2.
Es ist schon in Ordnung besorgt zu sein – allen möglichen Erscheinungen des
Alltags gegenüber. Ich sehe die angesprochenen Dinge jedoch etwas
entspannter: Charakter eines informellen Treffens ist, dass das dort
Gesprochene informell ist – es geht um einen Meinungsaustausch, eine Reihe
von Einzelmeinungen und nicht um Beschlüsse.

Über diesen Punkt in meiner Antwort haben Sie hinweggelesen: Ich habe
geschrieben, dass wir uns um Interviews mit den wichtigen Menschen der Welt
bemühen, recht erfolgreich übrigens. Da werden schon auch Bilderberger
darunter sein und auf diese Weise erfahren Sie sehr authentisch deren
Meinung, Ansichten und Absichten.

Jedenfalls leisten wir meiner Überzeugung nach auf unsere Art mehr
Aufklärungsarbeit als andere mit aufgeregten, aber inhaltsleeren
Alarmmeldungen.

der Teilnehmerliste nach zu urteilen,war ja Oscar Bronner,der Herausgeber des Standard ja dieses Jahr wieder mit von der Partie.auf die 2.antwort habe ich ihm dann noch mal geschrieben und auch einen Bericht von Paul Joseph Watson dazukopiert,in dem er über das interview des ex-nato typen aus Belgien berichtet,in dem dieser zugibt,daß sehr wohl entscheidungen bei Bilderberger treffen getroffen werden.
Darauf hat er dann nicht mehr geantwortet…